Archiv für das Tag 'WEB 2.0'

PR-Arbeit 2.0?

Alexander Broy 29. April 2008

Don Alphonso verhöhnt in seinem Beitrag WEB 2.0 – Sie werden es nie begreifen die WEB 2.0 Pressearbeit eines Berliner Startups: deutlich, bissig und sehr amüsant, das schätzt man an Dons Blogposts. Ein wenig tut er mir aber leid, der PR Verantwortliche bei diesem “Berliner Startup”. Was hat er falsch gemacht? Er hat einem Blogger eine Pressemeldung zugeschickt und bekundet, dass er sich über eine Erwähnung in dessen Blog sehr freuen würde. Damit hat er sich den Zorn des Bloggers zugezogen.

Ich will uns die Blogger – Journalisten Diskussion auf jeden Fall ersparen. Aber anmerken möchte ich, dass ein Journalist die Pressemeldung eines Unternehmens vermutlich gelöscht, überflogen, gelesen oder übersehen hätte, aber er hätte sich darüber nicht so echauffiert.
Einem Medium eine Pressemeldung zuzusenden, ist ein Angebot: “Hier ist ein Thema, ich helfe dir bei der Recherche. Mach was draus, wenn es dich und dein Publikum interessiert, mein Kunde und ich würden uns freuen.” nicht mehr und nicht weniger.

Thomas Knüver vom Handelsblatt-Blog Indiskretion Ehrensache hat es auf der Republica08 in Berlin in etwa so formuliert. Wenn es keine Massensendung sei, sondern eine persönlich adressierte Bitte, hätte er nichts gegen PR. (hoffentlich nicht zu frei zitiert).
Manche Blogger, wie anscheinend Don Alphonso, möchten privat bleiben und verschont werden von Werbung und PR, manch einer möchte als Journalist ernst genommen werden und vielleicht sogar mit seinem Blog Geld verdienen.
Wie kann man als PR-Berater unterscheiden, welchen Blog man wie anspricht, und wen man besser nicht ansprechen soll?

Ich plädiere für die gleiche Nachsicht mit den PR-Beratern, wie man sie auch mit den Anderen hat, die einfach noch ein bisschen 1.0 sind. 

Investitionen in Web 2.0 sollen sich bis 2013 verzehnfachen

Alexander Broy 22. April 2008

Laut der Forrester Research Studie: “Global Enterprise Web 2.0 Market Forecast: 2007 to 2013″, sollen Unternehmen in 5 Jahren 4,6 Millionen Dollar in Web 2.0-Technologien investieren. Das wäre eine Verzehnfachung des jetzigen Investitionsvolumens.

Social Networking-Dienste sollen davon den größten Teil des Kuchens abbekommen. Ich persönlich finde ja, dass die das Ödeste im gesamten WEB 2.0 Umfeld sind.

Aber, wie schon die Internetblase 1.0 wird auch die Internetblase 2.0 nach ganz eigenen Gesetzen platzen und sich weder an Studien und Vorausagen halten.

E-Mail freier Tag?

Alexander Broy 17. April 2008

In einer zweiteiligen Folge des Podcasts MittelstandsPod höre ich gerade von der Aktion eines Hamburger Mittelständlers über einen vom Chef verordneten E-Mail freien Tag. Die Firma Maske präsentiert sich dort als “Wir kommunizieren einmal ganz persönlich und konventionell, weil uns die E-Mail Flut zu unkommunikativ ist.”

Angeblich sollen sie es mit diesem PR-Gag sogar auf www.bild.de gebracht haben. Das Vorbild: In USA gibt es schon vereinzelt Aktionen “E-Mail-freier-Freitag”.

Was will man mit so einer Nachricht für ein Bild von seinem Unternehmen zeichnen? Dass man keine Medien- und Kommunikationskompetenz im Unternehmen hat? Dass man sich für eine PR-Aktion für nichts zu schade ist?

Die einzig positive und innovative Aussage, die ich leider vermisst habe, wäre doch gewesen: Liebe Freunde des WEB 2.0: E-Mails schreiben doch sowieso nur noch Senioren, oder?

Erkenntnisse zur RSS-Feed Nutzung bei Blogs

Alexander Broy 26. Februar 2008

Die Leserumfrage des BILDblogs, den ich an dieser Stelle auch einmal ganz ausdrücklich empfehlen möchte, brachte uns Webzweinullern ein sehr interessantes Ergebnis:

Der RSS-Feed wird nur von 10% genutzt. 30% wissen gar nicht was ein RSS-Feed ist.

Dabei ist, wie schon vielfach angesprochen, der RSS-Feed das Rückgrat einer jeder WEB 2.0 Anwendung. Der Feed macht die Inhalte unabhängig von der Art der Darstellung. Ob im Feedfetcher, Browser, Mobile Device oder Stationärer Computer, die Inhalte werden identisch, nur in leicht veränderter Form wiedergegeben.

Die allermeisten nutzen Blogs wie Webseiten, das ist der Schluß, den ich aus der Umfrage ziehe. War ja auch anzunehmen. Wie lange wurden E-Mails ausgedruckt und dann gelesen?

Lustige Vorstellung: Die Vorstandsassistentin druckt dem Chef die Twittermeldungen seiner Aufsichtsratsmitglieder und Geschäftspartner aus und legt sie ihm vor: in einer geprägten Schweinsledermappe, sortiert nach Uhrzeit.

Was ist Twittern?

Alexander Broy 19. Februar 2008

Twittern ist eine Art Speed-Blogging.

Ganz oben rechts auf diesem Blog finden Sie immer die neuesten Kurznachrichten, die ich über Handy oder PC in die Welt schleudere. Über die Platform www.twitter.com kann sich jeder kostenlos anmelden und verfolgen was seine “Lieblings-Twitter-Leute” gerade tun, über was sie nachsinnen, was sie für wichtig halten der Welt mitzuteilen.

www.twitter.comWie bei allen WEB 2.0 Anwendungen liegt dem ganzen auch hier wieder ein RSS-Feed zu grunde. Er nennt sich in diesem Fall: Tweet.

Was ist ein Blog?

Alexander Broy 19. Februar 2008

Sie lesen gerade in einem Blog oder auch Weblog genannt. Ein Blog ist eine Mischung aus einem Tagebuch (Log) und dem Web. Der, der einen Blog führt ist ein Blogger und man sagt er bloggt. Alle Blogs zusammen ergeben die Blogosphäre.

Der Unterschied zwischen einer klassischen Website und einem Blog ist, dass der Blog ganz auf Aktualität und Kommunikation mit dem Leser ausgelegt ist. Er wird, wie eigentlich alle WEB 2.0 Anwendungen durch einen RSS-Feed (XML-Datei) gesteuert. Ohne großen Designschnickschnack kommt der Blog-Betreiber zur Sache: Zu flott publizierten Inhalten und dem Dialog mit dem Leser, der nicht lange nur Leser, sondern auch Autor werden soll.

Zu jedem Artikel in einem Blog (so auch zu diesem) kann man einen Kommentar abgeben. Man kann Wichtiges hinzufügen, loben, kritisieren oder sich einfach nur wichtig machen.
Blogger lieben Kommentare, seien sie spendabel damit. 

Ist Applaus das Brot des Künstlers, so sind Kommentare das Brot des Bloggers.

 Wiki zu Blogs: http://de.wikipedia.org/wiki/Blog

Von WEB 0.9 zu 2.0

Alexander Broy 18. Februar 2008

Irgendwann 1994 war es, als ich zum ersten Mal eine eigene Seite im Netz stehen hatte. Das war gerade mal WEB 0.9. Die Seite war in schlichtem grau gehalten, die Schrift Times New Roman, Links waren blau und blieben nach der Benutzung violett. Mehr gibt es zu dem Style dieser ersten broy new media Seite nicht zu erzählen.
Auch nicht zu den Besucherzahlen, denn die wurden erstens nicht gemessen und zweitens beschränkten die sich sicherlich weitestgehend auf den stolzen Webmaster – mich.

Viele Dutzende (ich habe sie nie gezählt) Broy- und Kunden-Websites später, habe ich hiermit die erste WEB 2.0 Site der broy new media gelauncht. Es ist nicht der erste Blog, sondern der erste für die eigene Agentur.

Von der Welt sicher nicht sehnsüchtig erwartet, dennoch – hoffe ich – nützlich und interessant für unsere bestehenden, ehemaligen und zukünftigen Kunden und Freunde, die etwas mehr über unsere Arbeit im Internet erfahren möchten.