Social Media heisst: Fehler machen und Lernen …
Alexander Broy 10. Juli 2009
Sie ist Thema in vielen Blogs gewesen, die aktuelle Kampagne des Mobilfunkanbieters Vodafone. Und da schon alles gesagt ist, nur noch nicht von jedem, muss jetzt auch ich noch darüber bloggen.
Sehr interessiert habe ich die Pressekonferenz live im Internet verfolgt, in der Vodafone seine neue Kampagne vorstellt. Ich fand es toll, dass sie sich öffnen und sogar Kommentare über eine Facebook-Anbindung über sich ergehen ließen.
Wie heisst es so schön: “Social-Media ist der Mut zum Fehler machen” und da waren gleich einige Fehler in dieser Kampagne und ich als Social-Media-KlugscheisserBerater möchte da gerne aus meiner ganz subjektiven Sicht darauf herumhacken:
- Falsche Asprache
Ich habe eine Pressekonferenz live gesehen, ich bin aber keine Presse, sondern ich bin vodafone Kunde, der immer wieder als “Die Zielgruppe” angesprochen worden ist, das fand ich unhöflich. - Falsches Produkt
Es wurde eine neue Zielgruppe erfunden: die “Generation Upload”, diese soll sich mit Vodafone identifizieren. Das Produkt Vodafone ist allerdings für diese Zielgruppe denkbar ungeeignet. (Kein iPhone, 5GB Beschränkung der Flatrate, teure Datentarife …) - Rückkanal nur angedeutet
Man konnte über so eine Art Facebook Twitter Fragen stellen, was an sich toll ist, diese Fragen und Kommentare wurden allerdings nicht beantwortet, denn es waren viel zu Viele. Was nutzt mir ein spontander Rückkanal, wenn er zu schmal ist? - Image Transfer in die falsche Richtung
Vodafone hat sich alles was im WEB 2.0 Umfeld Rang und Namen hatte eingekauft. hat die Top-Blogger und Top-Twitterer und in einen Bus gesetzt und sie gefilmt. Vodafone wollte dadurch die positive Reputation und das gute Image dieser Leute auf sich übertragen, was ist aber passiert: Sie haben die Jungs und Mädels mit hinuntergezogen in die Niederungen der Sympathiewerte eines Grosskonzerns. - Nicht Glaubwürdig
Glaubwürdig war es nicht bekennende iPhone Nutzer und dadurch meistens auch T-Mobile-Kunden für sich werben zu lassen, aber das haben vermutlich nur wenige mitbekommen.
Lasst uns alle miteinander aus diesen Fehlern lernen und weiterhin viele Fehler machen.


