Vor Elke Heidenreich hab ich mich mal wieder als Lyrikbanause geoutet. Sie fand, es spräche nicht für mich, dass ich mein letztes Gedicht mit 15 Jahren gelesen habe. Das gab mir zu denken. Ich erwäge nun den Erwerb eines Gedichtbandes.
Ich hoffe sie hält mir wenigstens zugute, dass ich ihr nicht “Die Urlauber” zu rezensieren aufgedrängt habe. Einen Lyrikband aus meine<strike>r</strike> <strike>Feder</strike>m Notebook müsste sie aber definitiv lesen.
Das kommt davon, wenn man völlig unvorbereitet herumläuft und Menschen interviewt. Als ich mit meinem Lieblings-Boxmoderator Werner Schneider ein launiges Gespräch führen wollte, sprach er von seinem neuen Buch “Krebs” über den Krebstod seiner Frau. Das brachte mich völlig durcheinander und während er professionell freundlich über sein Buch redete versuchte ich meine Fassung wieder zu finden. Geschieht mir ganz recht.
Wenn ich dachte, ich hätte mit dem netten älteren Herrn, der auf der Buchmesse die letzte Ausgabe des beliebten Nachschlagewerkes feilbot, einen echten Offliner vor mir, so wurde ich getäuscht. Der Brockhaus-Veteran wusste genau um was es ging und zeigte sich sketptisch zur Zukunft eines Werbefinanzierten Online-Brockhaus.
Ich war ganz aus dem Häuschen, als ich ihn im Gewühl der Buchmesse entdeckt hatte. Erkennen kann man ihn ja sehr leicht, im Grunde sieht Langhans aus, wie Langhans eben aussieht. Das Idol von 68 ist 68 hat er mir erzählt und er hat zwei Buch geschrieben. Nein, das ist kein Schreibfehler, wir haben uns auf diesen neuen Plural geeinigt, mehr davon im Video.
Auf meinem Schundroman-Podcast, sowie auf dem dazugehörigen Blog erscheinen alle paar Stunden neue Berichte von den Highlights der Buchmesse – von dem, was ich dafür halte.